Im Internet gibt es bereits viel Info zu „Einrichtung von Sensoren in The Things Network (kurz: TTN)“. Diesen Link haben wir z.B. für gut befunden https://nodes.sh/wp-content/uploads/2024/09/Einrichtung-von-Sensoren-in-TTN_nodes-sh_Ver02_092024.pdf. Dennoch können die vielen Begriffe (Ports, DevEUI, Webhook etc) für Anfänger:innen verwirrend sein (wo zum Teufel bin ich hier?) : Deswegen hier das ganz mal als Poststelle erklärt :

TTN ist die Poststelle

Stell dir das Ganze so vor, als würdest du einen Brief verschicken – nur dass der „Brief“ hier Sensordaten sind. TTN (The Things Network) ist wie eine große, gut organisierte Poststelle. Hier kommen täglich viele Briefe (Sensordaten) von verschiedenen Absendern (Sensoren) an. Die Poststelle sorgt dafür, dass jeder Brief an den richtigen Ort weitergeschickt wird.

Applications sind Schubladen oder Briefkästen

In der TTN-Poststelle gibt es viele Schubladen oder Fächer. Jede Schublade gehört zu einem Projekt oder Thema – z. B. „Wetterstation Schulhof“, „Luftqualität Stadtpark“ oder „Bodenfeuchte Garten“. Diese Schublade nennt man Application.

➡️ Hier sammelst du alle Daten von Sensoren, die zu diesem Projekt gehören.

Sensoren sind Absender

Jeder Sensor (z. B. eine senseBox oder ein Dragino-Sensor) ist wie ein Absender, der regelmäßig Briefe mit Messdaten schickt.
Damit die Poststelle weiß, wer den Brief geschickt hat, bekommt jeder Sensor:

  • eine Adresse (DevEUI)
  • eine Projektkennung (AppEUI)
  • und einen geheimen Schlüssel (AppKey)

Diese Daten sind quasi Absenderadresse und Zugangscode zur Poststelle.

Das Funknetz ist der Postbote

Die Daten fliegen über Funk (LoRaWAN) durch die Luft – wie Briefe, die der Postbote austrägt.
Die nächste TTN-Antenne (Gateway) empfängt sie und bringt sie zur TTN-Poststelle.

 TTN sortiert die Post

TTN öffnet den Brief (also das Datenpaket) und schaut:

  • Aus welcher Schublade (Application) kommt das?
  • Welcher Sensor hat das geschickt?
  • Was steht in der Nachricht (Temperatur, Luftfeuchtigkeit, …)?

Dann legt TTN die Daten ordentlich in die richtige Schublade.
So bleiben alle Projekte getrennt und gut sortiert.

 Webhook – die Weiterleitung an openSenseMap / Wasserkarte

Jetzt soll die Post nicht nur im TTN-Schrank bleiben, sondern weiter zur Wasserkarte – dort werden die Daten öffentlich sichtbar.

TTN braucht also eine Weiterleitungsregel:

„Immer wenn ein neuer Brief in Schublade X ankommt, schicke ihn weiter an die Wasserkarte“ Diese Regel nennt man Webhook.  Ab dann landen deine Messwerte automatisch in der Wasserkarte – wie Briefe, die TTN an eine andere Adresse weiterleitet.

Wasserkarte  ist das Schaufenster

Inder Wasserkarte werden die Daten nicht nur gespeichert, sondern auch schön gezeigt – mit Karten, Diagrammen und Farben. 

Hier sieht man:„Aha, der Sensor in der Schulstraße misst gerade 12 °C und 55 % Luftfeuchtigkeit.“

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